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Mo, 9. Oktober, 20.30 Uhr, Theater Vorpommern, 3,50/4 Euro  
 
Certain Women  
 
USA 2016, 105 Min., engl. OmU  
Regie: Kel­ly Rei­chardt  
mit Lau­ra Dern, Michel­le Wil­liams, Kris­ten Ste­wart, Lily Gladstone, James LeGros u.a.  
 
 
Liebeserklärung an die amerikanische Provinz  
 
Laura ist Anwältin, die einen verzweifelten Klienten davon überzeugen will, dass eine Arbeitsrechtsklage erfolglos sein wird. Gina und ihr Mann Ryan beginnen mitten im Wald mit dem Bau eines eigenen Hauses und möchten dafür dem alten Nachbarn die Natursteine abluchsen, und haben eine schwer pubertierende Tochter im Gepäck. Die junge Pferdepflegerin Jamie verliebt sich in Beth, die ihr Jurastudium gerade abgeschlossen hat und als ersten Job Abendschulunterricht auf dem Land gibt.  
 
Der Film, basierend auf Kurzgeschichten der Schriftstellerin Maile Meloy, verweigert sich der Zuschreibung von üblichen Frauen-Filmfigur-Klischees (von der„starken Frau“ bis zum „Opfer“). Er gewinnt dadurch realistische, nachvollziehbare Charaktere, die sich mit alltäglichen Problemen herumschlagen – Anerkennung als Kompetenz, Verständnis ohne Gönnerhaftigkeit, Einsamkeit und Sehnsucht. Mit aller Ruhe und besonderer Aufmerksamkeit fürs Subtile und für Zwischentöne ermöglicht „Certain Women“ ein wunderbar angenehmes gelassenes Schauen, das es natürlich in sich hat: gerade das scheinbar Nebensächliche, die alltäglichen Kleinigkeiten prägen hier Beziehungen und Verhältnisse, nicht große Ereignisse. 
 
 
 
 
 
Mo, 20.11.2017, 20.30 Uhr, Theater Vorpommern, 3,50/4 Euro  
Im Rahmen der Polnischen Kulturtage "POLENMARKT" in Greifswald.  
 
"Kommunion"  
 
Regie: Anna Zame­cka, Polen 2016, 72 Min., pol­ni­sche OmU  
 
 
Die 14-jährige Ola küm­mert sich um ihren jün­ge­ren autis­ti­schen Bru­der Niko­dem, der bald zum ers­ten Mal die hei­li­ge Kom­mu­ni­on emp­fan­gen soll. Bedin­gung für Letz­te­res ist aller­dings, dass er die münd­li­che Prü­fung besteht, des­halb lernt Ola mit ihm all das, was ein Katho­lik über sei­nen Glau­ben wis­sen soll­te, und malt in den schwär­zes­ten Far­ben aus, was pas­sie­ren könn­te, wenn er durch­fällt. Mit Hil­fe von Bana­nen­schei­ben wird schließ­lich auch geübt, wie man die Hos­tie rich­tig ent­ge­gen nimmt. Dane­ben küm­mert sich Ola um den Haus­halt und dar­um, dass der Vater, den es immer wie­der in die Knei­pe zieht, bald wie­der zu Hau­se ist. Zur Mut­ter besteht nur tele­fo­nisch Kon­takt, bei jedem Gespräch mit ihr ver­sucht Ola sie zu über­re­den, zur Kom­mu­ni­on­fei­er von Niko­dem zu kom­men – mit dem Hin­ter­ge­dan­ken, dass sich die Fami­lie dabei ja auch wie­der ver­ei­nen und die Mut­ter dann zurück zu ihnen zie­hen könn­te.  
 
Im Direct Cinema-Stil gedreht, beschränkt sich KOMMUNION ganz dar­auf, den Lebens­all­tag von Ola und Niko­dem zu doku­men­tie­ren. Dabei ent­fal­tet sich das wech­sel­vol­le und inten­si­ve Ver­hält­nis zwi­schen den bei­den sich selbst über­las­se­nen Jugend­li­chen. 
 
 
 
 
 
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