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Montag 09.12.2019, 20.30 Uhr, im Theater Vorpommern, Eintritt 4 Euro  
 
Sunset over Hollywood  
 
D 2019, Regie: Uli Gauke, 97 Minuten, OmdtU  
 
Nördlich von Los Angeles, am Ende des Mulholland Drive, liegt das Altersheim Hollywoods. Hier verbringen die, die einst das Rückgrat der US-Filmindustrie bildeten, ihren Lebensabend: Große und kleine Stars ebenso wie die ganz Unbekannten, Schauspieler und Schauspielerinnen, Regisseure, Produzenten, Editoren, Masken- und Kostümbildner, Ton- und Kameraleute,  
 
Aber das Alter kann den Schaffensdrang der einstigen Hollywood-Heldinnen und -Helden nicht bremsen. Im hauseigenen Filmstudio drehen sie Filme, im gemeinsamen Workshop entwickeln sie Ideen, arbeiten an einer Fortsetzung von „Casablanca“ oder schreiben ihre Memoiren. Der Filmemacher Uli Gaulke hat einige der illustren Ruheständler begleitet und erzählt von ihren Erinnerungen, Träumen und Hoffnungen diesseits und jenseits des Rampenlichts: Eine bewegender, höchst unterhaltsamer Film über Freundschaft, Kreativität und die Möglichkeiten und Unmöglichkeiten der Liebe im nicht immer geradlinigen Drehbuch des Lebens... 
 
 
 
 
 
Montag 13.01.2020, 20.30 Uhr, Theater Vorpommern, 4 Euro  
 
TEL AVIV ON FIRE  
 
Komödie, Luxemburg, Frankreich, Israel, Belgien 2018, Regie: Sameh Zoabi, 97 Min., OmdtU, Blu-ray  
 
In Tel Aviv geht es heiß her. Zumindest laut der schnulzigen Soap Opera "Tel Aviv on Fire", die jeden Abend über die TV-Bildschirme flimmert und Israelis wie Palästinenser vor der Glotze vereint. Der junge Palästinenser Salam ist Drehbuchautor des Straßenfegers und muss für die Dreharbeiten jeden Tag die Grenze zwischen Israel und dem Westjordanland überqueren. Bei einer Checkpoint-Kontrolle gerät das Skript der nächsten Folge in die Hände des israelischen Kommandeurs Assi. Das kommt dem gelangweilten Grenzwächter gerade recht. Um seine Frau zu beeindrucken, zwingt er Salam das Drehbuch umzuschreiben. Ein Bombenerfolg! Von nun an denken sich Salam und Assi immer neue schnulzige Dialoge und absurde Plotentwicklungen aus. Der Einfluss des israelischen Militärs auf die populäre, eigentlich antizionistische Seifenoper wird immer größer. Aber dann soll die Serie abgesetzt werden, und Salam steht plötzlich vor einem Riesenproblem.  
 
Vor dem Hintergrund des Nahostkonfliktes gelingt Regisseur Sameh Zoabi (UNDER THE SAME SUN) das Kunststück einer absurden und unglaublich witzigen Komödie. TEL AVIV ON FIRE lief im Wettbewerb des Toronto International Film Festivals 2018 und in der Sektion Orizzonti auf der Biennale in Venedig 2018, wo der Film mit dem INTERFILM-Preis zur Förderung des interreligiösen Dialogs und Kais Nashif als Bester Hauptdarsteller ausgezeichnet wurde.  
 
https://www.mfa-film.de/kino/id/tel-aviv-on-fire/ 
 
 
 
 
 
Montag 24.02.2020, 20.30 Uhr, Theater Vorpommern, Eintritt 4 Euro  
 
SYNONYMES  
 
Frankreich/Deutschland/Israel 2019, Regie und Drehbuch: Nadav Lapid, 123 Min, französisch-hebräische OmU-Fassung  
 
 
Yoav hat keinen guten Start in Paris. Die Wohnung, an deren Tür er klopft, ist leer. Als er dort ein Bad nimmt, werden seine Sachen gestohlen. Dabei ist der junge Israeli mit höchsten Erwartungen hierher gekommen. Er will so schnell wie möglich seine Nationalität loswerden. Israeli zu sein, ist für ihn eine Belastung, seine Landsleute nerven ihn ebenso wie die Besuche auf der israelischen Botschaft. Franzose zu werden hingegen bedeutet für ihn die Erlösung. Um seine Herkunft auszulöschen, versucht Yoav die Sprache zu ersetzen. Kein hebräisches Wort soll mehr über seine Lippen kommen, stattdessen setzt er alles daran, sein Französisch zu vervollkommnen. Das Wörterbuch wird zum ständigen Begleiter auf seinen ziellosen Streifzügen durch Paris. Halt findet er scheinbar bei Caroline und Emile, einem jungen französischen Paar, mit dem er sich anfreundet. Doch ihr Interesse an seiner Person scheint nicht ganz selbstlos zu sein...  
 
Basierend auf eigenen Erfahrungen erzählt Nadav Lapid hintergründig und mit trockenem Humor von der Schwierigkeit, neue Wurzeln zu bilden. Der Versuch, zu sich selbst zu finden, weckt die bösen Geister der Vergangenheit und existenzielle Abgründe tun sich auf. Eine tragikomische Hommage an die Nouvelle Vague, ein rauschhafter Trip durch das Paris von heute, eine unsentimentale Geschichte über den Versuch, in einem neuen Leben anzukommen. Auf der Berlinale 2019 zeichnete die Wettbewerbsjury unter der Leitung von Juliette Binoche diesen mutigen Film mit dem Hauptpreis, dem Goldenen Bären, aus.  
 
 
Festivals und Auszeichnungen:  
 
69. Berlinale 2019 - Goldener Bär - bester Film  
69. Berlinale 2019 - FIPRESCI-Preis 
 
 
 
 
 
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